Presse2017-04-07T15:07:18+02:00

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Garchinger Wissenschaftler analysiert ehrenamtlich Luftdaten der NordAllianz

Juli 27th, 2020|

NordAllianz, 27. Juli 2020

Schon seit September 2019 messen die NordAllianz-Kommunen die lokale Luftqualität. Von vornherein stand dabei ein Ziel für die Bürgermeister fest: die gemessenen Schadstoffdaten sollen transparent und kostenlos im Netz für alle Interessierten zur Verfügung stehen.

Open Data: kommunale Daten für die Allgemeinheit

Das Veröffentlichen von nichtpersonenbezogenen Daten, wie beispielsweise Luftdaten, ist im Zuge der Digitalisierung schon länger ein wichtiges Thema für Kommunen. Unter dem Motto ‚Open Data‘ stellen inzwischen viele Städte und Gemeinden ihre Daten Bürgerinnen und Bürgern, aber auch der Wissenschaft und Wirtschaft, kostenfrei zur Verfügung. Die Idee dahinter stammt aus dem Internet, wo Software-Anwendungen von vielen Ehrenamtlichen als sog. ‚Open Source‘-Projekte gemeinsam weiterentwickelt werden. Das vielleicht bekannteste frei entwickelte Projekt ist das Online-Lexikon Wikipedia. Genau das ist auch das Ziel von Open Data: Kommunen möchten mit dem Veröffentlichen von Daten Informationen für die Allgemeinheit frei zugänglich machen – und gleichzeitig auch das Wissen der Gemeinschaft nutzen, sodass am Ende alle voneinander profitieren können.

Citizen Science in der NordAllianz

Nun hat das Open Data-Projekt der Veröffentlichung der NordAllianz-Luftdaten schon einen ersten großen Erfolg zu verbuchen. Der Garchinger Wissenschaftler des Rechenzentrums der Max-Planck-Gesellschaft Thomas Zastrow beschäftigt sich schon seit längerem in seiner Freizeit mit dem Thema Luftqualität. In der Vergangenheit hat er bereits selbst Feinstaubdaten gemessen und gemeinsam mit einer Gruppe anderer Interessierter Luftdaten aus der Umgebung analysiert. Durch eine Pressemeldung ist er im Oktober 2019 auf das NordAllianz-Projekt aufmerksam geworden. Doch beim Herunterladen der Daten von der Website war ihm ein Fehler im Dateiformat aufgefallen, woraufhin er die NordAllianz-Geschäftsstelle kontaktierte. Aus der E-Mail entstand ein reger Austausch mit der Geschäftsstelle, wobei Zastrow anbot, die Daten auszuwerten. Einen großen und professionell gemessenen Luftdatensatz aus der eigenen Heimat zu bekommen, so Zastrow, ist natürlich viel spannender und lohnender als nur die eigene kleine Messstation zuhause auszuwerten.

Silvester und der Corona-Lockdown: zwei einschneidende Ereignisse

Für die Analysen hat Zastrow zunächst eine eigene Software programmiert. Diese sammelt die Daten, wertet sie statistisch aus und visualisiert die Ergebnisse anschließend in der gewünschten Form. Farbcodierungen und Graphen helfen dabei, die Zahlen zu veranschaulichen. Für die ersten Analysen hat er sich zwei Ereignisse herausgesucht, die einen besonders großen Einfluss auf die Luftqualität hatten: Am letzten Silvester führten die Raketen dazu, dass die Feinstaubwerte in die Höhe schnellten. Die Grafik zum Corona-Lockdown zeigt ebenfalls ein außergewöhnliches Bild: Der ruhende Autoverkehr zum Anfang der Ausgangssperre im vergangenen März war eine sichtbare Erholungspause für die Umwelt, insbesondere die Stickstoffdioxidbelastung, die vor allem aus Verbrennungsmotoren resultiert, ist in dieser Zeit deutlich zurückgegangen. Leider hat sich diese positive Entwicklung inzwischen wieder relativiert. Für die Zukunft ist geplant, im Herbst nach einem Jahr Datensammlung eine umfassende Analyse der Luftsituation in der NordAllianz vorzunehmen. Das Sichtbarmachen der Luftqualität, so das Ziel der NordAllianz, soll auch dabei helfen, Verhaltensänderungen anzuregen und Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, öfters aufs Rad zu steigen oder den ÖPNV zu nutzen.

Alle Analysen finden Sie auf https://luftdaten.thomas-zastrow.de

 

#zusammenradeln in der NordAllianz bei der Staffelfahrt im Rahmen des STADTRADELN

Juli 8th, 2020|

NordAllianz, 03. Juli 2020

#zusammenradeln in der NordAllianz bei der Staffelfahrt im Rahmen des STADTRADELN

Auch in diesem Jahr sind alle acht NordAllianz-Kommunen natürlich wieder beim STADTRADELN dabei. Seit mittlerweile 4 Jahren darf im Rahmen der Aktion STADTRADELN dabei auch die gemeinsame NordAllianz-Ausfahrt nicht fehlen. Doch dieses Jahr hatte Corona zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht: die traditionelle ‚Sternfahrt‘, bei der sich alle Kommunen und ihre Radgruppen gemeinsam im Biergarten treffen, musste dieses Jahr ausfallen, da im Biergarten die Hygiene-Abstände schlecht eingehalten werden können. Doch dann kam Unterschleißheims Erster Bürgermeister Christoph Böck auf die Idee, eine NordAllianz ‚Staffelfahrt‘ zu planen.

Am Freitag den 3. Juli 2020 bei allerbestem Wetter fand die NordAllianz-Staffelfahrt statt. Auf zwei Routen sind die Radel-Delegationen mit Weitergabe von Staffelhölzern – bzw. Staffel-Rätselbuchstaben – in acht Gruppen geradelt. Außerdem wurden kleine Ortsschilder an die jeweils nächste Kommune weitergegeben. Von Rathaus zu Rathaus ging es auf der nördlichen Route von Hallbergmoos über Neufahrn, Eching und Unterschleißheim nach Oberschleißheim. Die östliche Tour startete in Unterföhring und ging von Ismaning über Garching nach Oberschleißheim. Die Oberschleißheimer Gruppe drehte eine Runde in ihrer Gemeinde und empfingen dann mit Blaskapelle die Gruppen aus Garching und Unterschleißheim.

Mehr als 140 Radelnde aus der NordAllianz waren dabei

Insgesamt sind mehr als 140 Radlerinnen und Radler dabei gewesen – davon allein mehr als 40 Personen aus der Gemeinde Unterföhring. Alle acht Bürgermeister waren selbstverständlich mit dabei, davon einige Bürgermeister sogar mit dem Lastenrad, passend zu den Lastenrad-Leihangeboten der Rathäuser.

Bestens ausgerüstete Radelprofis auf Tour

Die Radelnden waren alle perfekt ausgestattet, manch einer hatte sein Lastenrad als ‚Bier-Transportradel‘ umgerüstet. Neben den unterschiedlichsten Fahrrad-Typen, vom nagelneuen E-Bike übers Kinderrad bis zum liebevoll restaurierten Vintage-Rennrad aus den 70ern, waren auch alle Altersklassen vertreten. Den Beweis, dass radeln fit hält, zeigte ein mitradelndes Echinger Ehepaar: die beiden sind 88 und 93 Jahre alt. Sogar ein kleiner Hund war bei einer Radel-Gruppe dabei, bequem im Radkörbchen auf dem Gepäckträger der Besitzerin. Auch das ein oder andere modische Highlight war bei der Tour zu sehen. Eine Initiative aus Garching hatte sich eigens Cappys für die Tour bedrucken lassen, ein paar Unterföhringer Jungen hingegen hatte ihre Sattelschoner als trendige ‚Mützchen‘ umfunktioniert und waren mit bester Laune dabei.

Auch fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt

Damit niemand durstig oder hungrig bleiben musste, gab es für alle Radlerinnen und Radler ein Lunch-Paket – und natürlich ein kaltes Radler am Ziel zur Belohnung. Die Kommunen hatten dazu keine Kosten und Mühen gescheut und Getränke kaltgestellt, Obst vorbereitet und manche sogar Tüten und Beutel gepackt, in denen ein Team-T-shirt, Sattelschoner und andere kleine Geschenke steckten.

Die NordAllianz: 8 RADL KOMMUNEN

Ziel der Ausfahrt war die Gemeinde Oberschleißheim, dort wurden alle gesammelten Rätselbuchstaben dann zu einem Lösungswort zusammengesetzt. Das Lösungswort, dass die Schluss-Delegationen sofort herausgefunden hatten, lautete passend zum herrlichen Ausflug ‚8 Radl-Kommunen‘.

Digitale Geodaten in der Stadt- und Regionalentwicklung – Gemeinsamer Workshop zwischen der Landeshauptstadt München und der NordAllianz

Juni 30th, 2020|

Unterföhring, 24. Juni 2020

Am Mittwochmorgen fand im Bürgerhaus Unterföhring ein Workshop zwischen Vertreterinnen und Vertretern der NordAllianz und der Landeshauptstadt München statt. Dabei ging es um das Projekt ‚Digitaler Zwilling‘: Seit Beginn des Jahres 2019 entsteht in München ein virtuelles Abbild der Stadt. Dies bedeutet, dass alle Daten über die Systeme der Stadt innerhalb einer digitalen Landkarte gesammelt werden, mit dem Ziel, diese Informationen gebündelt zu visualisieren. Als digitale Kopie der realen Stadt bzw. der Region kann ein digitaler Zwilling auch Modelle oder Simulationen enthalten, sodass zum Beispiel Änderungen an der Verkehrsführung erst digital getestet werden können, bevor man diese real in die Tat umsetzt. Dies spart Zeit und Aufwand. Voraussetzung für das digitale Abbild ist eine umfassende Datenbasis, diese wird in München im sogenannten ‚GeoPortal‘ gesammelt, welches auf einer Open Source-Software basiert, die bereits in mehr als 20 Kommunen in Deutschland erfolgreich genutzt und gemeinsam weiterentwickelt wird. 

Geodatensammlung ist nicht nur ein Thema für die Großstadt

Die Sammlung von urbanen Daten findet am besten auch über die Grenzen der Stadt hinaus statt, da beispielsweise Verkehrsströme ja nicht an der Stadtgrenze enden, sondern bis in das Umland hineinreichen. Gerade in München ist die Stadt mit dem Umland eng verflochten und die städtebaulichen Herausforderungen wie die Lenkung des Verkehrs oder die Verbesserung von Radwegen sind Fragestellungen, die in der Stadt und in den angrenzenden Landkreisen gleichermaßen und nur im Austausch miteinander gelöst werden müssen.

Gemeinsamer Workshop mit dem Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit

Der gestrige Workshop stand unter dem Ziel, gemeinsame Anwendungsfälle für die NordAllianz und die Landeshauptstadt im Rahmen des ‚Digitalen Zwillings‘ zu definieren. Zunächst präsentierte Projektleiter Markus Mohl (GeoDaten Service, Kommunalreferat) die Eigenschaften des Münchener GeoPortals, anschließend fand ein reger Austausch über die Verwendungsmöglichkeiten des Portals in der NordAllianz zwischen allen Teilnehmenden statt. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den NordAllianz-Kommunen aus verschiedensten Fachabteilungen wie beispielsweise der Wirtschaftsförderung, den Umwelt- oder Bauabteilungen definierten gemeinsam zahlreiche mögliche Anwendungsfälle, sogenannte ‚Use cases‘, wie das GeoPortal für die NordAllianz genutzt werden könnte. Ein wichtiger Anwendungsfall, der bei vielen Teilnehmenden Anklang fand, war beispielweise der Vorschlag von Garchings Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann, der die gemeinsame Erfassung der Straßenzustandsanalyse vorschlug. Ein weiterer Vorschlag, der auf Zustimmung bei allen Anwesenden stieß, war die Bündelung unterschiedlicher Quellen der Verkehrsmessung in der Region. Hier sind bereits viele Daten vorhanden, jedoch nicht an einer gebündelten Stelle, was die Auswertung der Verkehrssituation für die Kommunen oftmals erschwert. Alle definierten Vorschläge der Teilnehmenden werden nun im Nachgang gebündelt und in einem Bericht aufgearbeitet. Dieser soll dann dem NordAllianz-Gremium in Gänze vorgestellt werden, mit dem finalen Ziel, auch entsprechende Umsetzungsmaßnahmen anzustoßen.

 

 

Autoabgase belasten Luftqualität

Mai 19th, 2020|

10. April 2020

Alle Flughafenanrainer freuen sich derzeit nicht nur über die Ruhe, sondern schwärmen auch von der guten Luft. So gut wie gefühlt aber scheint sie zumindest an den Straßen gar nicht zu sein. Das jedenfalls ergeben die Daten der 35 Messstationen, an denen die Mitgliedskommunen der Nordallianz seit Oktober vergangenen Jahres die Qualität der Luft messen. Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Bürgermeister der NordAllianz beim SZ-Lesercafé in Ismaning

Februar 15th, 2019|

Am 27. Februar von 10-17:00 lädt die Süddeutsche Zeitung unter dem Motto ‚Was den Norden bewegt‘ ins SZ-Lesercafé ins Café Waldeck (Dorfstraße 29) in Ismaning ein.

Neben Redakteurinnen und Redakteuren der SZ werden auch zahlreiche Bürgermeister aus den NordAllianz-Kommunen zum Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region anwesend sein:

– Andreas Kemmelmeyer aus Unterföhring von 10-10:30, sowie sein Stellvertreter Johann Zehetmair von 11-12:00 und seine Stellvertreterin Bettina Mäusel von 16-17:00

– Christian Kuchlbauer aus Oberschleißheim von 10-12:00

– Dr. Alexander Greulich aus Ismaning von 11-13:00

– Dr. Dietmar Gruchmann aus Garching von 13-15:00

 

Zusage aus Berlin für die zweite S-Bahn-Stammstrecke!

Dezember 15th, 2015|

„Die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München sei eines der wichtigsten Verkehrsprojekte überhaupt“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt beim Parlamentarischen Abend Ende November in Berlin. Dem folgte die Zusage, dass sich der Bund an den Ausbaukosten beteiligen wird. Die hohe Bedeutung des  Projektes unterstrich der bayerische Staatsminister Joachim Herrmann mit seiner Äußerung: „Wenn es nach dem Freistaat ginge, sollten die
Verträge für den Bau noch im Jahr 2016 unterschrieben sein.“

Christian Kuchlbauer, Christoph Böck, Harald Reents und Dr. Alexander Greulich beim Parlamentarischen Abend in Berlin

Christian Kuchlbauer, Christoph Böck, Harald Reents und Dr. Alexander Greulich beim Parlamentarischen Abend in Berlin

Das hörten die mitgereisten Bürgermeister der Nordkommunen, Christoph Böck (Unterschleißheim), Dr. Alexander Greulich (Ismaning), Christian Kuchlbauer (Oberschleißheim) und Harald Reents (Hallbergmoos) gerne. Seit Jahren fordern die Kommunen im Norden von München eine Verbesserung der S-Bahn-Anbindung, im Besonderen weitere Taktverdichtungen. Die S-Bahn ist das Rückgrat der Region und der Bereich, der am meisten belastet ist, ist die Stammstrecke.

Eine Verbesserung des Schienenverkehrs ist nur durch eine weitere und zusätzliche Röhre – die zweite Stammstrecke – möglich. Nur mit der zweiten Stammstrecke ist eine Entwicklung des Personennahverkehrs im Zentralbereich und auf den Außenästen in die Region möglich.

Die täglich rund 800.000 S-Bahnnutzer sind der beste Beweis dafür, wie enorm wichtig dieses Verkehrsmittel ist. Jeder Störfall auf der Stammstrecke beweist, wie anfällig das System ist und welche Verkehrsströme behindert sind. Für eine zweite S-Bahnröhre gibt es also viele gute Argumente.

Die viel propagierte Verbesserung der Mobilität ist nur mit einer Aufwertung des öffentlichen Personennahverkehrs möglich. München und die Region können nur mit einem nachhaltigen Ausbau des Schienennetzes zugunsten des Personennahverkehrs zukunftsfähig sein und bleiben. Wichtigste und nachhaltigste Maßnahme ist der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke! Damit ist für die vielen Ein-und Auspendler eine im 10-Minuten-Takt fahrende S-Bahn auf Dauer möglich und der weitere Ausbau des schienengebundenen Öffentlichen Personennahverkehrs.

Es gibt keine Alternative zur zweiten Stammstrecke! Ohne Verstärkung der Zentralachse ist die Entwicklung in der Fläche
auf Dauer blockiert. Der regionale ÖPNV würde auf absehbare Zeit gar stagnieren. Gerade die verschiedenen Verkehrssysteme in München und im Umland werden wegen der guten Qualität geschätzt.

Die Bürgermeister begrüßen ausdrücklich diese Zusagen für den baldigen Bau der zweiten Stammstrecke!

Erster Bürgermeister Josef Riemensberger, Eching
Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann, Garching
Erster Bürgermeister Harald Reents, Hallbergmoos
Erster Bürgermeister Dr. Alexander Greulich, Ismaning
Erster Bürgermeister Christian Kuchlbauer, Oberschleißheim
Erster Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Unterföhring
Erster Bürgermeister Christoph Böck, Unterschleißheim

Ismaning, 10. Dezember 2015

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